Fintech Week in Hamburg: Fintech Ladies gestalten den Montagnachmittag

Eine Woche. Eine Stadt. Fintech pur. Das Beste zur Zukunft der Finanzen. Das ist die Fintech Week in Hamburg (www.fintechweek.de), Deutschlands größtes Event rund um moderne Finanztechnologie. Ausrichter der Fintech Week in Hamburg (kurz: fwhh) sind finletter und das Betahaus. Klar, dass die Fintech Ladies wieder als einer der Event-Hosts mit an Bord sind und die fwhh aktiv mitgestalten.

Am 15. Oktober 2018 geht es endlich los. Das Spektakel mit zahlreichen Sessions rund um Fintech & Co. und der Konferenz FinForward am Donnerstag geht  bis einschließlich 20. Oktober. Mehr als 1.500 Akteure aus der Fintech- und der Bankenbranche treffen in der Hansestadt bereits zum dritten Mal aufeinander, um eine Woche lang die zukunftsweisenden Trends und Konzepte zu diskutieren, Lösungen zu entwickeln und Kontakte zu knüpfen.

Die Konferenz FinForward

Ein besonderes Highlight im Rahmen der fwhh ist die eigene Konferenz am 18. Oktober. Hier sprechen etablierte Player, Fintech-Start-ups und Cross-Industry-Speaker über die Zukunft der Finanzen. Unter anderem geht es um künstliche Intelligenz und selbstlernende Algorithmen sowie Payment, Blockchain und natürlich das zurzeit höchste Gut: Daten.  

Unsere Fintech Lady Anna im Beirat der Fintech Week

Die diesjährigen Themen und Trends der Veranstaltung wurden vom sogenannten Fintech Week Beirat identifiziert. Mit im Gremium ist Anna Friedrich, Head of Marketing & Communications beim Hamburger Fintech-Unternehmen collectAI (Otto Group). Anna betreut als Networkerin unsere Fintech Ladies Community in Hamburg und unterstützt die bundesweite Organisation gemeinsam mit Gründerin Christine Kiefer.

Im Beirat der Fintech Week in Hamburg: Anna Friedrich, Head of Marketing & Communication bei collectAI

“Ich bin stolz darauf, dass ich als Beirat die Themen und Trends der Fintech Week mitgestalten kann. Gemeinsam mit erfahrenen Kollegen aus Personen unterschiedlichen Bereichen der Branche haben wir relevante Metathemen definiert, die sich durch die gesamte Woche ziehen werden. Die Fintech Week ist eine ideale Plattform, um das eigene Netzwerk zu stärken und von den Synergien zu profitieren“, sagt Anna Friedrich.

Der Beirat besteht derzeit aus zehn Mitgliedern aus dem Fintech, Banken, Versicherungen, Digital- und Unternehmensumfeld. Anna ergänzt: “Mit den Fintech Ladies sind wir in diesem Jahr wieder mit einem bundesweiten Event vertreten. Wir bieten mit den Fintech Stories eine Plattform für alle Interessierten. Der Austausch und das anschließende Abschluss-Dinner am Abend sind sicherlich zwei Highlights der Woche – mit geballter Frauenpower.” 😉

Reminder setzen: Die Fintech Ladies hosten zwei spannende Programmpunkte

Die Fintech Week besteht aus einem bunten Programm, bestehend aus vielen spannenden Events. Zu jedem Event kann man sich einzeln anmelden. Verpassen sollte ihr in keinem Fall die bereits erwähnten Fintech Stories, die schon im letzten Jahr ein voller Erfolg waren.

Die Fintech Stories liefern Insights und Inspirationen für jeden, der in der Branche tätig ist. Hier bekommt ihr tiefe Einblicke in den Alltag von Gründern aber auch von Corporates. Außerdem nehmt ihr Inspirationen für euren eigenen Karriereweg und spannende Kontakte innerhalb der Branche mit. Folgendes Programm erwartet euch bei uns (Änderungen vorbehalten):

Die Fintech Stories: Fünf Frauen erzählen von ihrem Werdegang

Wann: 15. Oktober 2018
Uhrzeit: 14.00 – 17.00 Uhr
Wo: betahaus Hamburg
Tickets: Gibt es auf Eventbrite

Worum geht es:
Fünf Ladies erzählen von ihrem persönlichen Karriereweg in der Fintech-Szene. Sie berichten über ihren Einstieg in die Branche und so manche Hürden und Hilfestellungen, die sie erlebt haben. Dabei treffen Fintech-Gründerinnen auf Frauen aus etablierten Unternehmen der Corporate Welt. Ihr hört Success Stories von:

  • Dr. Manuela Rabener
    Co-Founderin von dem Robo-Advisor Scalable Capital
  • Anke Daßler
    Partner bei einer der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften KPMG
  • Jessica Holzbach
    Gründerin von Penta, der Digitalbank für KMU’s
  • Dagmara Kowatzky
    Vice President Business Development Europe beim Kreditkartenunternehmen MasterCard
  • Lara Hämmerle 
    Co-Founder bei Vantik, einem Unternehmen für digitale Altersvorsorge

Nach den Keynotes fasst eine gemeinsame Diskussionsrunde die Success Stories zusammen. Carolin Neumann, finletter- und Fintech-Week-Gründerin, moderiert das Panel.

Krönender Abschluss: Das Fintech Ladies Dinner

Das exklusive Abendessen ist eine Netzwerkveranstaltung für Gründerinnen, Fach- und Führungskräfte aus der Finanzbranche. Dazu zählen Frauen aus Fintechs, Unternehmen, Banken, Versicherungen. Aber auch Frauen, die sich mit der Digitalisierung und Innovationen innerhalb der Finanz-Szene beschäftigen.

Im Fokus steht die Vernetzung führender Frauen aus der Fintech-Szene. Unsere Fintech-Ladies-Gründerin Christine Kiefer und Anna Friedrich werden die Teilnehmerinnen begrüßen. Danach widmen wir den ganzen Abend den persönlichen Gesprächen. Dies ist übrigens das zweite bundesweite Treffen dieser Art. Hier könnt ihr einen Beitrag aus dem letzten Jahr nachlesen und euch ein Video von der Fintech Week 2017 anschauen.

 

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moinBlockchain Konferenz

Am 09. und 10. März  2018 haben wir eine Fintech Lady auf die moinBlockchain Konferenz vom gemeinnützigen Verein moinworld e.V. geschickt. Als Dankeschön für das verloste Freiticket erzählt uns die Gewinnerin Nina Young hier von ihren Eindrücken:

 

Im März durfte ich dank der Fintech Ladies die moinBlockchain Konferenz im Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg besuchen. Ich habe viel gelernt – und wie man sieht, ein wenig gebraucht, um das Gelernte zu verarbeiten. Unter dem Motto „Diversity meets Tech Innovation“ habe ich mit vielen anderen zusammen zu den Themen Blockchain, Fintechs, Wirtschaft und Kryptowährungen sowie Diversity und Zukunftsgestaltung diskutiert. Hier einige Eindrücke:

Am ersten Tag der Konferenz wurden alle TeilnehmerInnen mit einem Vortrag zur Geschichte des Geldes abgeholt: Während sich die Menschen früher auf Muscheln, Steine, Metalle, Salz und Reis als Tauschmittel geeinigt hatten, hat sich Papier u.a. auf Grund seiner Leichtigkeit bald durchgesetzt. Seit den 1930er Jahren haben viele Länder die Bindung an den Goldstandard wieder abgeschafft. Auf der Konferenz wurde argumentiert, dass Geld etwas rein Psychisches ist, eine Vereinbarung, ein Konsens. Unter diesem Hintergrund müssen wir uns überlegen, wie wir die Denkweise von Menschen in Bezug auf Blockchain ändern können. Das ist eine der Herausforderungen unserer Gegenwart.

Was hat Bitcoin mit Blockchain zu tun?

Aber warum sprechen wir überhaupt über die Geschichte des Geldes, wenn es auf der Konferenz um Blockchain geht? Ein sich als „Satoshi Nakamoto“ ausgebender Mensch hat vor einem Jahrzehnt zum ersten Mal Bitcoins basierend auf der Blockchain beschrieben. Bitcoin wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Kryptowährung oder digitale Währung bezeichnet, also Geld. Laut Vortragender ist Saoshi vor der Entwicklung von Bitcoin und somit Blockchain das Double Spending Problem angegangen – die Gefahr, eine Online-Geldtransaktion zu verfälschen und banal gesprochen dasselbe Geldstück zweimal auszugeben.

Vortrag über das Double-Spending Problem ©Nina Young

 Einige Vorteile der Blockchain-Technologie

  • Validierung: Transaktion muss durch Dritten (MinerIn) geprüft und bestätigt werden
  • Legitimation: Alle Transaktionen und Mitwirkenden sind aufgelistet (eine Aufgabe, die bisher beispielsweise Banken innehaben) und können somit nachgewiesen werden
  • Incentives: Blockchain bietet verschiedene Anreize, um mitzumachen, bei Bitcoin beispielsweise im Code enthalten
  • Demokratisierung: Zumindest in der Theorie kann jeder mitmachen. In der Praxis gibt es jetzt schon professionalisierte Mining-Farmen, sodass der Einstieg schwer bis nahezu unmöglich ist
  • Dezentral: Daten sind nicht an einem Ort, sondern an vielen gespeichert, was Fälschungen schwierig macht
  • Open Source: Der Code kann eingesehen und für eigene Zwecke verwendet werden
  • Geschwindigkeit: Geldtransfer – vor allem global – ist teuer und kann Tage dauern, Blockchain funktioniert in Realtime

Einige Praxisbeispiele mit der Blockchain-Technologie im Einsatz

  • Nachweis von Identität (beispielsweise Geburtsurkunde) und Eigentum wie beispielsweise Landbesitz
  • Mode: Verstehen, wo ein Kleidungsstück herkommt. Zum Beispiel setzt Martine Jarlgaard diese Methode ein.
  • Miete: Das Unternehmen DOMA bietet seinen Nutzern Wohneinheiten zu einem monatlichen Preis an, der im Laufe der Zeit abnimmt. Die Veträge basieren auf Blockchain-Technologie (Smart Contracts).
  • CarPass: Ein Datenausweis für Autos. Er zeigt, wann das Auto hergestellt wurde, wer das Auto gefahren ist, wo es war, wie es behandelt worden ist. Hier bietet Blockchain beispielsweise Vorteile für Flottenmanagement-Anbieter, Logistikunternehmen sowie Werkstätte.
  • Health Tech: In Notfällen, zum Beispiel eine Naturkatastrohe, gehen wichtige medizinische Daten verloren. Und: Krankenhäuser brauchen bis zu 90 Tage, bis sie ihr Geld von Versicherungen zurückbekommen. Beide Probleme können durch Blockchain gelöst werden.
  • Sharing Economy: Menschen teilen sich Ressourcen. Um Identitäten festzustellen, NutzerInnen zu autorisieren und Zahlungsabwicklungen zu verfolgen, wird die Blockchain-Technologie eingesetzt.

Einblick in einen weiteren Vortrag: Was machen eigentlich ein/e MinerIn und wer bezahlt ihn/sie?

Beim Mining-Vorgang wird ein Block innerhalb einer Blockchain erzeugt. Um zum Zug zu kommen, muss ein/e MinerIn ein mathematisches Rätsel lösen. Wer als Erstes die Lösung hat, wird als MinerIn dieses Blocks akzeptiert. Der/die MinerIn erhält für die Arbeit ein Honorar in Form von Kryptowährung (Bitcoin). Das sind derzeit 12,5 Bitcoins pro bestätigter Transaktion. Dies ist im Blockchain-Code so festgehalten.

Mining farming ©Nina Young

Ein Blick in die Zukunft

Ein großes Thema auf der Konferenz war das Thema “Skalierbarkeit”. Derzeit finden zehn Bitcoin-Transaktionen pro Minute statt. IBM gibt an, 3.500 pro Minute zu schaffen. Eine Zahl, über die einige Banker sicher müde lächeln. Bisher reicht die Anzahl der Transaktionen pro Minute nicht aus, um Bitcoin für Banken attraktiv zu machen. Daneben gibt es noch viele weitere Zukunftsthemen – oder besser: Zukunftsfragen – Wie sicher ist das System? Wie geht man mit Splittergruppen innerhalb einer Kyptowährung um? Wie stark hängen das Darknet, „das Böse“ und die Blockchain-Technologie zusammen? Sollten wirklich alle Transaktionen öffentlich einsehbar sein oder brauchen wir private Blockchain-Transaktionen?

Zusammengefasst war die Moinblockchain-Konferenz ein sehr gelungenes Event. Die eingeladenen Unternehmen und SprecherInnen waren vielfältig und divers, der Austausch rege. Die Schlussrede lässt darauf schließen, dass die Konferenz in die nächste Runde geht.

Hiermit möchte ich mich ganz herzlich bei den Fintech Ladies bedanken, die mir den Konferenzbesuch ermöglicht haben!  Nina Young, Programme Manager bei Hotwire

Folgt Nina auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ninayoung/