herCAREER: Karriere-Meetups mit Melina Mascolo

Die Messe herCAREER (11. – 12. Oktober 2018 im MTC World of Fashion in München) ist eine Karrieremesse für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen. Der Event dient zum Austausch und zum teilen von Wissen ebenso wie die Netzwerkbildung. Eine perfekte Plattform für die Fintech Ladies, wie auch Gründerin Christine Kiefer findet: “Die Finanzindustrie befindet sich im Umbruch. Die Zukunft der Finanzbranche muss viel mehr von Frauen mitgestaltet werden, als es bisher der Fall war. Durch die Kooperation mit der herCAREER möchten wir Fintech Ladies einem breiten weiblichen Publikum mögliche Wege in die Finanzbranche aufzeigen. Von der Gründung eines eigenen Fintechs über die Beratung von Finanzinstitutionen zur Digitalisierung alteingesessener Finanzhäusern stehen uns Frauen viele Möglichkeiten offen, zur Veränderung des Finanzplatzes Deutschland beizutragen.“

Die Fintech Ladies und die Karriere-Meetups

Auf der Veranstaltung finden die beliebten Karriere-Meetups statt. Diese ermöglichen in kleiner Runde einen qualifizierten und wertvollen Austausch zu einem jeweils bestimmten Thema. Die Meetups gibt es an separat ausgewiesenen Standflächen, aber auch an den Messeständen der Aussteller selbst.

In den Treffen in kleiner Runde treffen die Teilnehmerinnen auf Sparringspartner, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen. Im Rahmen der Meetups bringen Netzwerkpartner, Verbände, Institutionen und Organisationen, aber auch die ausstellenden Unternehmen selbst die Teilnehmerinnen mit Fach- und Führungskräften aus Human Resources und Fachabteilungen, Top Managern/-innen, Fachexperten/-innen und Mentoren/-innen, Gründern/-innen, Unternehmern/-innen und Investoren, Persönlichkeiten aus Politik und vielen mehr zusammen. Die Teilnehmerinnen selbst profitieren so von einem unglaublich vielseitigen Wissen direkt aus der Praxis.

Unsere Moderation Melina Mascolo: herCAREER

Unsere Fintech Lady Melina Mascolo wird die Karriere-Meetups auf der herCAREER Messe moderieren. Melina studiert aktuell Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität München. Hauptberuflich, denn nebenberuflich ist Melina so aktiv, dass manch einem ganz schwindelig werden könnte. So verwundert es nicht, dass sie seit Herbst 2018 Fastlane Stipendiatin bei der BMW Group ist.

Melinas Einstieg ins Berufsleben begann früh. Wo sich Gleichaltrige noch in ihrer Orientierungsphase befinden, hatte sie bereits im Alter von sechzehn Jahren einen konkreten Plan und gründete ein Gewerbe. Damit gehörte Melina zu den jüngsten Unternehmerinnen in Deutschland. “Anfangs wurde gezweifelt, ob es möglich wäre, in dem jungen Alter für Kunden zu arbeiten und gleichzeitig mein Abitur zu absolvieren. Aber ich wollte nicht die Male zählen, an denen mir gesagt wurde, etwas würde nicht gehen. Stattdessen zähle ich lieber die Male, bei denen es geklappt hat, obwohl es angezweifelt wurde“, so Melina Mascolo. “Ich habe unglaublich viel in der Zeit gelernt und für mich mitgenommen. Natürlich zu Außendarstellung und effektivem Zeitmanagement, aber auch zu Werten wie Selbstdisziplin und dem Willen sich durchzusetzen. Das hat mich in meinem bisherigen Leben sehr geprägt.”

Parallel zu ihrem Studium war sie unter anderem als Werkstudent im IT-Consulting tätig. Aktuell engagiert sie sich als Tech Talents Coach bei der UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München. Hier unterstützt sie Gründer bei der Erstellung und Überarbeitung von Businessplänen und Geschäftsmodellen.

Moderation für die Fintech Ladies bei der Messe herCAREER: Melina Mascolo

Dein Netzwerk ist die beste Währung

Wie kommt nun so jemand zu den Fintech Ladies? Melina dazu: “Eines habe ich schnell mit dem Beginn meines eigenen Business begriffen: Ein Netzwerk ist die beste Währung und für das Berufsleben essentiell. Man muss nur offen auf andere Menschen zugehen und Interesse an ihren  persönlichen Geschichten zeigen. Dann kommt das Netzwerk ganz von alleine zustande. Hinzu kommt, dass ich mich schon immer sehr für IT und Finanzen interessiert habe. Schon zu Schulzeiten und auch jetzt im Studium wurde ich häufig mit den Vorurteilen – Frauen und IT, das passt doch nicht zusammen – konfrontiert. Das hat mich eher in meinem Weg bestärkt und nicht abgeschreckt.“ 

Sie ergänzt: „All das sind Gründe, warum ich weibliche Netzwerk-Vereinigungen wie die Fintech Ladies äußerst spannend finde. Hier kann man sich auf Augenhöhe austauschen und findet Gleichgesinnte. Es freut mich, dass ich mich einbringen kann und die diesjährige herCAREER als Moderatorin begleiten darf. Ich bin schon sehr gespannt auf unsere Slots und den Austausch mit den Teilnehmerinnen.”

Die Karriere-Meetups der Fintech Ladies

Ihr seid interessiert und wollt zu den Karriere-Meetups der Fintech Ladies gehen? Wir bieten folgende Slots mit drei inspirierenden und tollen Frauen an. Die Teilnahme erfolgt vor Ort ohne vorherige Anmeldung, aber nach dem Prinzip „first come, first served“. Wir freuen uns auf euch!

11.10.2018, 11:30 – 12:30 Uhr
MeetUp G.15 Tisch 1 – Halle 3
herCAREER: Andrea Kemmer von KPMG

 

 12.10.2018, 15:30 – 16:30 Uhr
MeetUp G.15 Tisch 2 – Halle 3
herCAREER: Alexandra Weck von UBS

 

Alexandra ist übrigens auch ein Fintech Lady Ambassador. Sie organisiert derzeit für den Standort München regelmäßig die beliebten FTL DeepDives, die ihr nicht verpassen solltet. Meldet euch für unseren Newsletter an und ihr bekommt eine Einladung zum nächsten Event. Oder folgt uns in den Sozialen Medien oder auf Eventbrite. So verpasst ihr garantiert nie ein Event 🙂

Fintech Week in Hamburg: Fintech Ladies gestalten den Montagnachmittag

Eine Woche. Eine Stadt. Fintech pur. Das Beste zur Zukunft der Finanzen. Das ist die Fintech Week in Hamburg (www.fintechweek.de), Deutschlands größtes Event rund um moderne Finanztechnologie. Ausrichter der Fintech Week in Hamburg (kurz: fwhh) sind finletter und das Betahaus. Klar, dass die Fintech Ladies wieder als einer der Event-Hosts mit an Bord sind und die fwhh aktiv mitgestalten.

Am 15. Oktober 2018 geht es endlich los. Das Spektakel mit zahlreichen Sessions rund um Fintech & Co. und der Konferenz FinForward am Donnerstag geht  bis einschließlich 20. Oktober. Mehr als 1.500 Akteure aus der Fintech- und der Bankenbranche treffen in der Hansestadt bereits zum dritten Mal aufeinander, um eine Woche lang die zukunftsweisenden Trends und Konzepte zu diskutieren, Lösungen zu entwickeln und Kontakte zu knüpfen.

Die Konferenz FinForward

Ein besonderes Highlight im Rahmen der fwhh ist die eigene Konferenz am 18. Oktober. Hier sprechen etablierte Player, Fintech-Start-ups und Cross-Industry-Speaker über die Zukunft der Finanzen. Unter anderem geht es um künstliche Intelligenz und selbstlernende Algorithmen sowie Payment, Blockchain und natürlich das zurzeit höchste Gut: Daten.  

Unsere Fintech Lady Anna im Beirat der Fintech Week

Die diesjährigen Themen und Trends der Veranstaltung wurden vom sogenannten Fintech Week Beirat identifiziert. Mit im Gremium ist Anna Friedrich, Head of Marketing & Communications beim Hamburger Fintech-Unternehmen collectAI (Otto Group). Anna betreut als Networkerin unsere Fintech Ladies Community in Hamburg und unterstützt die bundesweite Organisation gemeinsam mit Gründerin Christine Kiefer.

Im Beirat der Fintech Week in Hamburg: Anna Friedrich, Head of Marketing & Communication bei collectAI

“Ich bin stolz darauf, dass ich als Beirat die Themen und Trends der Fintech Week mitgestalten kann. Gemeinsam mit erfahrenen Kollegen aus Personen unterschiedlichen Bereichen der Branche haben wir relevante Metathemen definiert, die sich durch die gesamte Woche ziehen werden. Die Fintech Week ist eine ideale Plattform, um das eigene Netzwerk zu stärken und von den Synergien zu profitieren“, sagt Anna Friedrich.

Der Beirat besteht derzeit aus zehn Mitgliedern aus dem Fintech, Banken, Versicherungen, Digital- und Unternehmensumfeld. Anna ergänzt: “Mit den Fintech Ladies sind wir in diesem Jahr wieder mit einem bundesweiten Event vertreten. Wir bieten mit den Fintech Stories eine Plattform für alle Interessierten. Der Austausch und das anschließende Abschluss-Dinner am Abend sind sicherlich zwei Highlights der Woche – mit geballter Frauenpower.” 😉

Reminder setzen: Die Fintech Ladies hosten zwei spannende Programmpunkte

Die Fintech Week besteht aus einem bunten Programm, bestehend aus vielen spannenden Events. Zu jedem Event kann man sich einzeln anmelden. Verpassen sollte ihr in keinem Fall die bereits erwähnten Fintech Stories, die schon im letzten Jahr ein voller Erfolg waren.

Die Fintech Stories liefern Insights und Inspirationen für jeden, der in der Branche tätig ist. Hier bekommt ihr tiefe Einblicke in den Alltag von Gründern aber auch von Corporates. Außerdem nehmt ihr Inspirationen für euren eigenen Karriereweg und spannende Kontakte innerhalb der Branche mit. Folgendes Programm erwartet euch bei uns (Änderungen vorbehalten):

Die Fintech Stories: Fünf Frauen erzählen von ihrem Werdegang

Wann: 15. Oktober 2018
Uhrzeit: 14.00 – 17.00 Uhr
Wo: betahaus Hamburg
Tickets: Gibt es auf Eventbrite

Worum geht es:
Fünf Ladies erzählen von ihrem persönlichen Karriereweg in der Fintech-Szene. Sie berichten über ihren Einstieg in die Branche und so manche Hürden und Hilfestellungen, die sie erlebt haben. Dabei treffen Fintech-Gründerinnen auf Frauen aus etablierten Unternehmen der Corporate Welt. Ihr hört Success Stories von:

  • Dr. Manuela Rabener
    Co-Founderin von dem Robo-Advisor Scalable Capital
  • Anke Daßler
    Partner bei einer der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften KPMG
  • Jessica Holzbach
    Gründerin von Penta, der Digitalbank für KMU’s
  • Dagmara Kowatzky
    Vice President Business Development Europe beim Kreditkartenunternehmen MasterCard
  • Lara Hämmerle 
    Co-Founder bei Vantik, einem Unternehmen für digitale Altersvorsorge

Nach den Keynotes fasst eine gemeinsame Diskussionsrunde die Success Stories zusammen. Carolin Neumann, finletter- und Fintech-Week-Gründerin, moderiert das Panel.

Krönender Abschluss: Das Fintech Ladies Dinner

Das exklusive Abendessen ist eine Netzwerkveranstaltung für Gründerinnen, Fach- und Führungskräfte aus der Finanzbranche. Dazu zählen Frauen aus Fintechs, Unternehmen, Banken, Versicherungen. Aber auch Frauen, die sich mit der Digitalisierung und Innovationen innerhalb der Finanz-Szene beschäftigen.

Im Fokus steht die Vernetzung führender Frauen aus der Fintech-Szene. Unsere Fintech-Ladies-Gründerin Christine Kiefer und Anna Friedrich werden die Teilnehmerinnen begrüßen. Danach widmen wir den ganzen Abend den persönlichen Gesprächen. Dies ist übrigens das zweite bundesweite Treffen dieser Art. Hier könnt ihr einen Beitrag aus dem letzten Jahr nachlesen und euch ein Video von der Fintech Week 2017 anschauen.

 

Damit ihr künftig keine News mehr von den Fintech Ladies verpasst, informiert euch auf unserer Website und tragt euch in den Newsletter-Verteiler ein.

Payment-Anbieter RatePAY: Interview mit Julia Tschawdarow

Schon mal online in Raten gezahlt? Und das mit nur einem Klick? Falls ja, dann könnte das mit einer großen Wahrscheinlichkeit über RatePAY erfolgt sein. Das Berliner Unternehmen wurde 2009 gegründet und bietet Onlinehändlern Payment-Lösungen für Ratenzahlung, Rechnungskauf, Lastschriftverfahren oder Vorkasse an. Dabei übernimmt RatePAY die komplette Abwicklung und das Ausfallrisiko.

Wir konnten mit Julia Tschawdarow, Head of Marketing & PR, bei RatePAY sprechen.

Payment ist vielseitig

Julia hat uns erzählt, dass es in ihrem Job nie langweilig wird.  Zusammen mit ihrem Team ist sie für die komplette Außen-Kommunikation und das Branding des Online-Payment Anbieters verantwortlich. Da kann man sich vorstellen, dass kein Tag dem anderen gleicht.

Zum daily business gehören zahlreiche Aufgaben: Presseanfragen beantworten, Geschichten schreiben, Veranstaltungen planen, Strategien und Konzepte entwerfen, Social Media steuern, interne Kommunikation vorantreiben und noch so viel mehr. Trotzdem hat sich Julia die Zeit genommen und unsere fünf Fragen beantwortet.

Julia vom Payment-Anbieter RatePAY
Julia vom Payment-Anbieter RatePAY

Interview

FTL: Was ist aus Deiner Sicht einer der spannendsten Trends in der Fintech-Branche?
Julia: „Also ich finde selbstverständlich das Thema Online-Payment am Spannendsten 🙂 Für einen Kommunikatoren wie mich ist das Thema erst mal eine harte Nuss. Es interessiert nämlich im Grunde genommen niemanden.

Wer bezahlt schon gerne? Umso wichtiger und daher auch spannender ist es für mich, Content und Geschichten rund um das Thema Payment zu schaffen, die relevant und interessant sind. Warum brauchen wir gute und einfache Bezahlmethoden? Oder eine 1a Risikoprüfung? Hinter dem Thema Payment stecken hochkomplexe Prozesse. Die in einfache Botschaften zu übersetzen, egal ob für Endkunden oder Händler, ist eine Aufgabe, die mich nie langweilen wird.“

FTL: Wo sammelst Du Inspirationen?
Julia: „Inspiration hole ich mir aus ganz vielen Ecken. Ich gehe gerne zu Netzwerk-Treffen, wo ich schon viele spannende Leute getroffen habe. Auch ganz viele tolle Frauen, die im Finanz- oder Tech-Bereich arbeiten und da die Zukunft mitgestalten. Das ist extrem inspirierend. Aber auch bei anderen Branchen-Events hole ich mir viel Input. Gerade hier in Berlin ist so unheimlich viel los, da ist es fast schwieriger, nicht inspiriert zu werden.

Auch in ruhigen Moment lasse ich mich inspirieren, zum Beispiel am Meer auf meiner Heimatinsel Rügen oder an einem der vielen Seen im Berliner Umland. Und zu guter Letzt liebe ich Pinterest und könnte da stundenlang in den Ideen anderer Leute abtauchen.“

FTL: Warum übt Fintech auf dich persönlich so eine Faszination aus?
Julia: „Fintech-Kommunikation ist nicht 08/15. Ich bin als Botschafter gleich in mehreren Missionen unterwegs: Was machen wir bei RatePAY? Was ist eigentlich Fintech? Welche Chancen bieten sich für Frauen in der Fintech-Branche (unendlich viele!)? Was macht Künstliche Intelligenz und Machine Learning mit unseren Finanzen?

Meine Arbeit richtet sich sowohl an Onlineshopper als auch an Händler, an Investoren, Partner und Kollegen… Leider ist es immer noch schwierig, neue Mitarbeiter zu finden, viele Studenten wollen lieber zu bekannten Consumer Brands und sehen dabei die Chancen nicht, die sich in einem hochdynamischen Wachstumsmarkt wie unserem ergeben. Bei uns gibt es für neue Talente viel mehr Gestaltungsräume und Experimentiermöglichkeiten als bei den großen Unternehmen, wo oft schon alles genau durchgeplant ist.“

FTL: Was ist deine größte bisherige oder permanente Herausforderung in deinem Job?
Julia: „Die größte Herausforderung ist gleichzeitig auch das Tolle an meinem Job: Die ganze Branche, die ganzen digitalen Dienstleistungen in unserem Bereich ändern sich permanent. Heute ist nichts so, wie es gestern war. Jetzt gerade gibt das Thema künstliche Intelligenz der Branche wieder einen riesen Anschub. Darauf in der Kommunikation immer wieder neu Bezug zu nehmen, ist eine Herausforderung.

Im Gegensatz zu anderen Branchen kann man bei uns nicht einfach ein Konzept aus der Schublade ziehen, was vor 18 Monaten schon mal ganz nützlich war. Wenn man nicht auch privat ein Grundinteresse an digitalen und technologischen Themen hat, ist es glaube ich schwer, am Ball zu bleiben.“

FTL: Und Julia, was ist Dein Ausgleich zu Deinem Job?
Julia: „Ich liebe Gin Tonic 🙂 Abgesehen davon fahre ich viel durch die Gegend oder entspanne am Meer auf meiner Heimatinsel Rügen. Ich achte darauf, dass ich dann wirklich ganz raus bin. Denn um kreative Jobs wie meinen gut machen zu können, ist es wichtig, sich immer mal komplett rauszunehmen und was ganz anderes zu machen. Nicht nebenher noch zehn E-Mails beantworten oder die latest News der Fintech-Welt googeln.

Um abzuschalten, eignet sich auch ein intensives Hobby sehr gut. Bei mir ist das Westernreiten. Das kann ich nur gut machen, wenn ich hundertprozentig bei der Sache bin. Aber auch andere kreative Tätigkeiten (Heimwerken, Handarbeit), die ganz andere Hirnareale beanspruchen, helfen mir, richtig runterzukommen und dann wieder mit neuer Energie und neuen Perspektiven an die Arbeit zu gehen.“

Danke liebe Julia! Das sind spannende Einblicke, die wir da von Dir erfahren haben. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast!

5 Fragen an… Jessica Holzbach von Penta – Banking 2.0

Liebe Fintech Ladies! Freut euch auf ein neues Interview mit Jessica Holzbach. Sie ist Co-Founder & Customer Relations bei Penta, einem Unternehmen für neues, digitales Banking.

Das Unternehmen ist ein Fintech mit Hauptsitz in Berlin. Penta hat es sich zum Ziel gesetzt, das Geschäftsbanking für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Startups zu revolutionieren. Warum? Weil die drei Gründer gefrustet von den verfügbaren Banking-Angeboten waren. Ihren Erfahrungen nach waren die Banken langsam und ineffizient. Zudem hatten sie komplexe Online-Banking-Benutzeroberflächen und boten schlechten Kundenservice. Innovationen und ein offenes Ohr für den Kunden weit gefehlt.  So beschlossen sie, es mit ihrem eigenen Unternehmen Penta besser zu machen.

FTLDeepDive

Wir haben Jessica Holzbach und ihr Unternehmen kürzlich im Rahmen unserer beliebten FTL DeepDive Reihe in Berlin besucht. Zeit genug für ein knackiges Interview. Jessica hat uns erzählt, das als Gründer kein Tag dem anderen ähnelt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Customer Relations Team aufzubauen. Außerdem arbeitet sie daran, die passende IT Infrastruktur bereitzustellen und Feedback-Zyklen zu integrieren. Ein weiteres wichtiges Thema, welches sie begleitet, ist der Bereich Operations. Doch nun mehr zu Jessica in unserem Interview.

Interview

FTL: Warum ist es so wichtig, dass es in der Fintech-Branche Frauen generell und Frauen in Führungspositionen gibt?
Jessica: „Das ist meiner Meinung ganz einfach und logisch: Intelligenz, Talent und Fähigkeiten sind gleichverteilt auf beide Geschlechter. Würden wir uns nur auf Startups von männlichen Gründern beschränken, würden wir 50% des Potentials ausschließen. Ich denke, in diesen “weiblichen 50%” steckt noch so viel Potential, welches die gesamte Branche revolutionieren kann – weit langfristiger und struktureller als aktuellen Trends wie z.B.  AI oder Big Data.“

FTL: Auf welche Fintechs werden wir in Zukunft nicht verzichten können?
Jessica: „Penta. Monzo. Adyen.“

FTL: Was sind Deine drei Tipps, um als Frau in der Fintech-Branche erfolgreich zu sein?
Jessica:  „Ich habe folgende Tipps für euch:

  1. Einfach machen, nicht alles bis zur 100%igen Perfektion vorher durchdenken und planen.
  2. Mutig sein und auch das Risiko eingehen, einen Fehler zu machen. Nur dadurch lernt man.
  3. In sich selbst und die eignen Fähigkeiten vertrauen. Wenn man mal etwas nicht weiß, kann man immer noch um Hilfe bitten.“

FTL: Was war der hilfreichste Ratschlag für dich in deiner Gründungsphase?
Jessica: „Be bold. Just do it. Do things that don’t scale. Always question the status quo. Don’t take no for an answer.“

FTL: Und jetzt kommen wir noch zu einer unserer beliebtesten Fragen: Welches Buch hat Dich zuletzt so beeindruckt, dass Du es einer Freundin weiterempfehlen würdest?
Jessica: „Da gibt es eine Menge. Angefangen bei ShoeDog von Nike Gründer Phil Knight, über Atlas Shrugged von Ayn Rand hin zu Siddharta von Hermann Hesse.“

Vielen Dank für das Interview und Deine Zeit, Jessica.

Ihr möchtet noch mehr von Jessica erfahren oder euch mit ihr vernetzen? Dann kontaktiert sie doch persönlich über LinkedIn.

FTL DeepDive bei Penta in Berlin

Nie wieder mittelmäßiges Banking – so lautet das Credo des Berliner Fintechs Penta. Selbiges lud die Fintech Ladies am 15. August 2018 zu einem DeepDive ein. Penta bietet Geschäftsbanking für KMUs und stellte den Teilnehmerinnen den Weg von der Idee zum Produkt vor. Dabei geht es Penta vor allem um Einfachheit, Kundenorientierung, Sicherheit, Schnelligkeit und Transparenz. Besonders das umfassende Einbeziehen des Kundenfeedbacks zeichnet Pentas Herangehensweise an die Weiterentwicklung des Produktes aus. Dies weckte das Interesse der Teilnehmerinnen und erzeugte spannende Diskussionen.

 

Vielen Dank an Jessica Holzbach und ihre Kolleginnen für den tollen Abend und den spannenden Einblick in die Welt von Penta. Wir kommen gerne wieder 🙂

5 Fragen an… Nina Roth

Nina Roth arbeitet mit Regulatoren und Banken in Schwellenländern zu nachhaltigen Finanzen. Ende 2017 hat Nina, zusammen mit zwei Partnerinnen aus der Schweiz, das Unternehmen InvestSustain gegründet, eine Transparenz- und Investitionsplattform für nachhaltige Finanzprodukte.  Ihre Zeit hier verbringt sie vor allem mit Business Plänen, Recherche und Analyse von Produkt- und Nachhaltigkeitsdaten, Wissensaufbau zum Tech-Hintergrund sowie strategischen Überlegungen zur Finanzierung und Niederlassung des Vorhabens.

Wir haben mit ihr gesprochen, wie sie das Fintech-Umfeld wahrnimmt und auch, wo sie Inspirationen sammelt und was sie in ihrer Freizeit macht. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Was ist aus Deiner Sicht einer der spannendsten Trends in der Fintech-Branche?
Nina: „Es gibt zahlreiche riesige gesellschaftliche Herausforderungen für die Fintech Lösungen anbieten kann und letztlich auch muss, wenn wir die Welt verbessern wollen. Hier gab es in den letzten ein-zwei Jahren mehr Dynamik. Dabei haben sich mehr und mehr Fintechs entwickelt, die neben ökonomischen Interessen auch soziale und ökologische Aspekte beachten. Sei es das Green Assets Wallet, das via Blockchain grüne Investitionen in Schwellenländern nachvollziehbarer machen will, die gender lense investing Plattform von Think Yellow, der geplante „Roboadvisor“ von 2°ii zur Beachtung von Klimaaspekten bei Investitionen, oder StarTalers, ein digitaler Finanzcoach für Frauen. In dem Zusammenhang kann ich auch das Diskussionspapier von – unter anderem – der Fair Finance Initiative zu „Roadmap to Conscious Fintech“ empfehlen.“

© Nina Roth

Was ist deine größte bisherige oder permanente Herausforderung in deinem Job?
Nina: „Es gibt zwei große Herausforderungen. Die erste ist die Entscheidung,  die Gründung voll durchzuziehen. Das hat kurzfristig finanzielle Konsequenzen, bringt Unsicherheit mit sich, aber natürlich auch den Spielraum und die Energie, die eine Gründung bedarf. Und die zweite große Herausforderung ist, dass Du anfangs entweder alleine oder in einem sehr kleinen Team agierst und alle Aufgaben bewältigen musst. Das erfordert ständige Neu-Priorisierungen und sehr viel Multi-Tasking. Das ist anstrengend, aber auch toll dynamisch. Bei beiden Herausforderungen kann umso mehr super-early-stage-funding helfen!“

Wo sammelst Du Inspirationen?
Nina: „Im Internet, auf Reisen und in Gesprächen mit Freund_innen.“

Warum übt Fintech auf dich persönlich so eine Faszination aus?
Nina: „Ich habe lange in der Finanzbranche gearbeitet und sie geschätzt als einen Ort, wo Mensch Veränderungen  erreichen kann. Beispielsweise im Risk Management durch strukturelle Änderungsanforderungen an Unternehmen vor der Kreditvergabe oder durch Mobilisierung von Privatkapital für nachhaltige Zwecke. Dennoch habe ich die Branche als eher konservativ und die Produkt- oder Prozessentwicklungen als nicht wirklich innovativ wahrgenommen. Da bringt Fintech seit einiger Zeit neuen Wind rein. Ich empfehle insbesondere den Blick nach Asien, da wird noch mehr Fintech-Innovation betrieben (und nicht nur existierende Prozesse digitalisiert).“

Welches Buch hat Dich zuletzt so beeindruckt, dass Du es einer Freundin weiterempfehlen würdest?
Nina: „Kurz wollte ich ein Buch über Demenz empfehlen, aber das ist vielleicht zu trist. Also etwas Unterhaltsames: Min Jin Lee’s Pachinko! Eine koreanisch-japanische Familiengeschichte über fast zwei Jahrhunderte hinweg mit Liebe, Kriminalität, Krieg, Stadt-Land-Gegensätzen, Geschwister- und andere Beziehungen, von totaler Armut zu totalem Reichtum und zurück, und alles verwebt mit der Mafia. Ein großer Spaß!“

Vielen Dank für Deine Inspiration und Deine wertvollen Tipps, liebe Nina!

“Needs & Leeds” beim FTLDeepDive bei der paysafecard

Vor etwas über zwei Jahren wurden die Fintech Ladies in Deutschland ins Leben gerufen. Das Netzwerk wurde von Christine Kiefer gegründet und möchte Gründerinnen und Geschäftsführerinnen, Entscheiderinnen, Beraterinnen und interessierte Frauen aus der Fintech- und InsurTech-Szene zusammenbringen. Seit der Gründung sind die Fintech Ladies in Deutschland enorm gewachsen. Das Netzwerk unterstützt heute mehr als 450 Ladies aus dem Finanzwesen, die sich gegenseitig in der von überwiegend Männern dominierten Branche unterstützen möchten.

Neben einem Schweizer Hub wurde in Österreich ein neuer Standort ins Leben gerufen, welcher nun offiziell gestartet ist. Susanne Krehl, Managing Director Austria & Switzerland bei Barzahlen, und Johanna Maria Leiner, Head of Policy & Assurance bei der Paysafe Group, leiten den österreichischen Ableger und laden die lokale Community fortan zu regelmäßigen Treffen ein. Bei den sogenannten Fintech DeepDives trifft sich die lokale Community quartalsweise bei ausgewählten Unternehmen, die über ihren Werdegang und aktuelle Herausforderungen in der Branche berichten. Die Sessions geben ferner Insights in die Praktiken der Branche und ermöglichen persönliche Gespräche.

Susanne Krehl & Johanna Maria Leiner (v.l.n.r.) © Martina Siebenhandl

Am 23. Mai 2018 fand das erste Treffen bei der paysafecard in Wien statt. Der Teilnehmerinnen-Kreis war bunt gemischt: Insgesamt waren 17 Ladies von der Finanzmarktaufsicht, Banken, Rechtsanwaltskanzleien, Versicherungen, Beratungsfirmen, Start-Ups und Finanzunternehmen anwesend.

Johanna Maria Leiner stellte zuerst das Unternehmen vor, bei welchem sie seit dem Jahr 2013 beschäftigt ist und zeigte Neuerungen der Branche auf. Die Paysafe Group verfügt über eine englische Lizenz der Financial Conduct Authority (kurz: FCA) und bietet Prepaid-Lösungen unter den Marken paysafecard und mypaysafecard an. Die paysafecard ist ein weltweit in 45 Ländern und an über 600.000 Verkaufsstellen verfügbares Online-Prepaid-Zahlungsmittel. Vom Firmensitz in Wien aus hat sich der Zahlungsdienstleister mit den Marken paysafecard, mypaysafecard und paysafecard Mastercard® zu einem der Marktführer für Prepaid-Zahlungsmittel entwickelt. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 in Österreich gegründet und gehört zur englischen Paysafe Gruppe.

Der ganze Abend stand unter dem Motto „Needs & Leeds“ – also gezieltes Networking auf höchstem Niveau. Andrea Dunlop, CEO Acquiring bei der Paysafe Group, sprach nach der Firmenvorstellung in ihrer Präsentation über übliche geschlechtsspezifische Rollenverteilungen, in welcher Frauen oftmals selbstkritisch, perfektionistisch und eher risikoscheu veranlagt sind. In diesem Zusammenhang sprach sie auch die Wichtigkeit von Netzwerkvereinigungen wie das der Fintech Ladies an, da sich die Teilnehmerinnen hier auf Augenhöhe austauschen, Empfehlungen aussprechen können und sich zugleich gegenseitig inspirieren.

„Jede von uns kann ein Game Changer sein – Du musst nur an Dich glauben, einen Schritt nach vorne gehen und stets die Gelegenheiten, die sich Dir anbieten, beim Schopfe packen“, so Andrea. Um erfolgreich zu sein, muss man auch mal bewusst Risiken eingehen und für so andere sichtbar werden, so ihre Meinung. Von selbstbewussten Frauen, die mehr Präsenz zeigen und sich selbst vermarkten, profitieren letztlich auch die Unternehmen.

Kennenlernen beim FTL DeepDive © Martina Siebenhandl

Im Verlaufe des Abends stellten sich alle Teilnehmerinnen kurz vor und erzählten von ihren persönlichen Karriere-Geschichten. Außerdem wiesen sie darauf hin, wie sie persönlich das Netzwerk bereichern und in welchem spezifischen Bereich sie den anderen Teilnehmerinnen Unterstützung anbieten können. Die Geschichten über die individuellen Karrierewege – geprägt von großen Erfolgen aber auch so manchen Herausforderungen – war eine inspirierende Erfahrung für alle.

Need & Leeds © Martina Siebenhandl

Der gelungene Abend endete mit einer kleinen Besichtigungstour durch das Bürogebäude der paysafecard – übrigens ausgezeichnet als „Great Place to Work“ – und viel Networking unter den Ladies, leckerem Fingerfood und einem Glas Wein. “Unser erstes Wiener Fintech Ladies Treffen war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Der Austausch mit allen Beteiligten hat gezeigt, wie wichtig Netzwerke einfach sind. Insbesondere gezielte Vereinigungen rund um ein kompetentes Expertenumfeld wie unser Fintech Ladies Netzwerk, sind extrem wichtig für einen wachsenden Industriezweig”, resümiert Johanna Maria Leiner den Abend.

© Martina Siebenhandl

 

5 Fragen an… Dr. Anna L. Izzo-Wagner

Und weiter geht es mit unserer neuen Interview-Reihe. Heute stellen wir euch mit Dr. Anna L. Izzo-Wagner wieder eine inspirierende Fintech Lady vor. Anna ist Partnerin im Bereich Banking and Investment Regulatory bei Taylor Wessing.

©Anna L. Izzo-Wagner

Was sind Deine drei Tipps, um als Frau in der Fintech-Branche erfolgreich zu sein?
Anna: „Verlasse die Comfort Zone, streife Unsicherheiten ab und netzwerke. Alternativ könnte es auch heißen: Netzwerke, netzwerke mehr und netzwerke direkt. Grundsätzlich bin ich kein Fan dessen, zum Zwecke der Karriere männliche Verhaltensmuster schlicht zu kopieren. Beim Thema Netzwerken mache ich jedoch klar eine Ausnahme. Männer netzwerken in der Regel direkt und offen und damit höchst effizient.“

Warum übt Fintech auf dich persönlich so eine Faszination aus?
Anna: „Das hat verschiedene Gründe: Ganz zuvorderst bietet es mir als anwaltlichen Berater ganz viele neue Facetten im Berufsalltag – sowohl rechtlicher Art als auch im Hinblick auf meine Mandanten. Eine ermüdende Routine ist damit nahezu ausgeschlossen.

Zum anderen empfinde ich es gerade für Deutschland als extrem bereichernd. Deutschland hängt der Ruf nach, gerade in Sachen Finanztechnologie anderen Ländern hinter zu hinken. Gerne wird auch über den „ängstlichen“ deutschen Kunden berichtet. Doch gerade die letzten Jahre haben meines Erachtens wahnsinnig viel Bewegung reingebracht. Sei es im Mandantenkontakt oder auf internationalen Veranstaltungen: die Resonanz von ausländischen Market Playern zum deutschen Fintech-Markt ist extrem positiv!

Und schließlich fasziniert mich einfach die ganze „Vitalität“ in der Branche – das ist definitiv etwas, was ich aus der traditionellen Banken- und Finanzdienstleistungswelt so nicht kenne.“

Was machen Frauen im Berufsleben anders als Männer?
Anna: „Im positiven Sinne (und in gewisser Weise bedient das natürlich ein Klischee): Frauen wirken sowohl im Team als auch in einem Projekt sowie in der fortlaufenden Mandantenpflege „integrativ“. Das wirkt vertrauensstiftend, aber vor allem stabilisierend und fängt Unstimmigkeiten frühzeitig ein. Im negativen Sinne: Frauen netzwerken weniger, weniger direkt und damit weniger effizient.

Was ist deine größte bisherige oder permanente Herausforderung in deinem Job?
Anna: „Ich schwanke zwischen den Anzugshosen und Blazern ohne Hosentaschen und dem Risiko, dass man als Frau auf Veranstaltungen nach wie vor Gefahr läuft, um Kaffee gebeten zu werden.

Spaß beiseite: Der jüngste Generationenwechsel hat enorme Veränderungen mit sich gebracht – meine Generation und jüngere Kollegen lösen sich zunehmend vom Geschlechterdenken und Kompetenz wird mehr und mehr zum vorrangig entscheidenden Faktor. Den älteren Generationen fällt das weiterhin schwer. Aber das hat ggf. auch etwas damit zu tun, dass man hier in alt etablierte Netzwerke eindringt, welche traditionell männlich geprägt sind.“

Und die letzte Frage: Was ist Dein Ausgleich zu Deinem Job?
Anna: „Meine großartige vierjährige Tochter und mein Mann, das Laufen, die Natur, die Erkundung neuer Regionen und der Austausch mit meinen Freunden – idealerweise sind alle genannten Personen und Aspekte in einer Aktivität miteinander verbunden :-)“

Danke, liebe Anna, dass Du Deine Ansichten mit uns geteilt hast!

5 Fragen an… Julia Schmelz von smava

Mit „5 Fragen an…“ starten wir ab heute eine neue Interview-Reihe auf dem Fintech Ladies Blog. Freut euch zukünftig auf spannende Interviews mit starken Frauen aus dem Fintech-Umfeld.

Heute stellen wir euch Julia Schmelz vor. Julia ist Head of Customer Success bei smava, einem Online-Vergleichsportal für Kredite.

©Julia Schmelz

Warum ist es so wichtig, dass es in der Fintech-Branche Frauen generell und Frauen in Führungspositionen gibt?
Julia: „Es ist wichtig, Frauen in der Entwicklung ihrer Berufswünsche zu unterstützen. Fintech-Bereiche in die Berufswahl einzubeziehen setzt voraus, den Bereich zu kennen, zu mögen, sich da zu sehen. Dafür benötigt es Vorbilder. Frauen in Führungspositionen gehören für mich in allen Bereichen dazu, unabhängig von der Branche. Das hilft natürlich auch, Vorurteile aufzuräumen.“

 

Was ist aus Deiner Sicht einer der spannendsten Trends in der Fintech-Branche?
Julia: „Der für mich spannendste Trend ist die Digitalisierung der Bonitätsprüfung im Kreditvergabebereich. Das interessiert mich aus beruflicher Sicht sehr und ich sehe da eine starke und zügige Entwicklung.

Auf welche Fintechs werden wir in Zukunft nicht verzichten können?
Julia: „N26 und smava.“ 🙂

Was sind Deine drei Tipps, um als Frau in der Fintech-Branche erfolgreich zu sein?
Julia: „Erstens: Du bist gut in dem, was du machst? Dann sag es. Laut und deutlich. Zweitens: Verstell dich nicht. Alle Tipps, die dich männlich-erfolgreich machen sollen, sind Bullshit! Du willst einen Rock tragen? Tu es! Bleib dir treu und vertraue dir. Und drittens: Nimm Rückschläge hin, akzeptiere, dass der Job nicht alles ist, fahr dich runter und justiere dich neu.“

Und die letzte Frage: Wo sammelst Du Inspirationen?
Julia: „Mich inspirieren Kolleginnen und Kollegen, die ein ähnliches Pensum haben, an denen die Schnittstellen groß sind. Das ist die häufig unterschätzte Kollegin in einer Führungsrolle genauso wie der Developer, der jeden Morgen von der Kita ins Büro geradelt kommt und sich nassgeschwitzt 10 Uhr morgens seinen ersten Kaffee zapft.“

Danke, liebe Julia, für das Interview!