herCAREER: Karriere-Meetups mit Melina Mascolo

Die Messe herCAREER (11. – 12. Oktober 2018 im MTC World of Fashion in München) ist eine Karrieremesse für Absolventinnen, Frauen in Fach- und Führungspositionen und Existenzgründerinnen. Der Event dient zum Austausch und zum teilen von Wissen ebenso wie die Netzwerkbildung. Eine perfekte Plattform für die Fintech Ladies, wie auch Gründerin Christine Kiefer findet: “Die Finanzindustrie befindet sich im Umbruch. Die Zukunft der Finanzbranche muss viel mehr von Frauen mitgestaltet werden, als es bisher der Fall war. Durch die Kooperation mit der herCAREER möchten wir Fintech Ladies einem breiten weiblichen Publikum mögliche Wege in die Finanzbranche aufzeigen. Von der Gründung eines eigenen Fintechs über die Beratung von Finanzinstitutionen zur Digitalisierung alteingesessener Finanzhäusern stehen uns Frauen viele Möglichkeiten offen, zur Veränderung des Finanzplatzes Deutschland beizutragen.“

Die Fintech Ladies und die Karriere-Meetups

Auf der Veranstaltung finden die beliebten Karriere-Meetups statt. Diese ermöglichen in kleiner Runde einen qualifizierten und wertvollen Austausch zu einem jeweils bestimmten Thema. Die Meetups gibt es an separat ausgewiesenen Standflächen, aber auch an den Messeständen der Aussteller selbst.

In den Treffen in kleiner Runde treffen die Teilnehmerinnen auf Sparringspartner, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen. Im Rahmen der Meetups bringen Netzwerkpartner, Verbände, Institutionen und Organisationen, aber auch die ausstellenden Unternehmen selbst die Teilnehmerinnen mit Fach- und Führungskräften aus Human Resources und Fachabteilungen, Top Managern/-innen, Fachexperten/-innen und Mentoren/-innen, Gründern/-innen, Unternehmern/-innen und Investoren, Persönlichkeiten aus Politik und vielen mehr zusammen. Die Teilnehmerinnen selbst profitieren so von einem unglaublich vielseitigen Wissen direkt aus der Praxis.

Unsere Moderation Melina Mascolo: herCAREER

Unsere Fintech Lady Melina Mascolo wird die Karriere-Meetups auf der herCAREER Messe moderieren. Melina studiert aktuell Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität München. Hauptberuflich, denn nebenberuflich ist Melina so aktiv, dass manch einem ganz schwindelig werden könnte. So verwundert es nicht, dass sie seit Herbst 2018 Fastlane Stipendiatin bei der BMW Group ist.

Melinas Einstieg ins Berufsleben begann früh. Wo sich Gleichaltrige noch in ihrer Orientierungsphase befinden, hatte sie bereits im Alter von sechzehn Jahren einen konkreten Plan und gründete ein Gewerbe. Damit gehörte Melina zu den jüngsten Unternehmerinnen in Deutschland. “Anfangs wurde gezweifelt, ob es möglich wäre, in dem jungen Alter für Kunden zu arbeiten und gleichzeitig mein Abitur zu absolvieren. Aber ich wollte nicht die Male zählen, an denen mir gesagt wurde, etwas würde nicht gehen. Stattdessen zähle ich lieber die Male, bei denen es geklappt hat, obwohl es angezweifelt wurde“, so Melina Mascolo. “Ich habe unglaublich viel in der Zeit gelernt und für mich mitgenommen. Natürlich zu Außendarstellung und effektivem Zeitmanagement, aber auch zu Werten wie Selbstdisziplin und dem Willen sich durchzusetzen. Das hat mich in meinem bisherigen Leben sehr geprägt.”

Parallel zu ihrem Studium war sie unter anderem als Werkstudent im IT-Consulting tätig. Aktuell engagiert sie sich als Tech Talents Coach bei der UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München. Hier unterstützt sie Gründer bei der Erstellung und Überarbeitung von Businessplänen und Geschäftsmodellen.

Moderation für die Fintech Ladies bei der Messe herCAREER: Melina Mascolo

Dein Netzwerk ist die beste Währung

Wie kommt nun so jemand zu den Fintech Ladies? Melina dazu: “Eines habe ich schnell mit dem Beginn meines eigenen Business begriffen: Ein Netzwerk ist die beste Währung und für das Berufsleben essentiell. Man muss nur offen auf andere Menschen zugehen und Interesse an ihren  persönlichen Geschichten zeigen. Dann kommt das Netzwerk ganz von alleine zustande. Hinzu kommt, dass ich mich schon immer sehr für IT und Finanzen interessiert habe. Schon zu Schulzeiten und auch jetzt im Studium wurde ich häufig mit den Vorurteilen – Frauen und IT, das passt doch nicht zusammen – konfrontiert. Das hat mich eher in meinem Weg bestärkt und nicht abgeschreckt.“ 

Sie ergänzt: „All das sind Gründe, warum ich weibliche Netzwerk-Vereinigungen wie die Fintech Ladies äußerst spannend finde. Hier kann man sich auf Augenhöhe austauschen und findet Gleichgesinnte. Es freut mich, dass ich mich einbringen kann und die diesjährige herCAREER als Moderatorin begleiten darf. Ich bin schon sehr gespannt auf unsere Slots und den Austausch mit den Teilnehmerinnen.”

Die Karriere-Meetups der Fintech Ladies

Ihr seid interessiert und wollt zu den Karriere-Meetups der Fintech Ladies gehen? Wir bieten folgende Slots mit drei inspirierenden und tollen Frauen an. Die Teilnahme erfolgt vor Ort ohne vorherige Anmeldung, aber nach dem Prinzip „first come, first served“. Wir freuen uns auf euch!

11.10.2018, 11:30 – 12:30 Uhr
MeetUp G.15 Tisch 1 – Halle 3
herCAREER: Andrea Kemmer von KPMG

 

 12.10.2018, 15:30 – 16:30 Uhr
MeetUp G.15 Tisch 2 – Halle 3
herCAREER: Alexandra Weck von UBS

 

Alexandra ist übrigens auch ein Fintech Lady Ambassador. Sie organisiert derzeit für den Standort München regelmäßig die beliebten FTL DeepDives, die ihr nicht verpassen solltet. Meldet euch für unseren Newsletter an und ihr bekommt eine Einladung zum nächsten Event. Oder folgt uns in den Sozialen Medien oder auf Eventbrite. So verpasst ihr garantiert nie ein Event 🙂

15% Frauenanteil in Start-ups bei fast 30% Gründerinnen – Female Founders Monitor verspricht Aufwärtstrend

Start-ups sind der Mittelstand von morgen – und sie haben das Zeug, Global Player von übermorgen zu sein. So lautet es im Vorwort der kürzlich veröffentlichten Studie Female Founders Monitor (kurz FFM). 

Die Macher der Studie haben sich 1.800 Start-Ups angeschaut und festgestellt: Die Frau von heute entdeckt das Gründen für sich. Alleine bei den befragten Unternehmen sind ein Viertel davon mit Frauen im Gründungsteam besetzt und 145 Unternehmen wurden ausschließlich von Frauen gegründet. Der Female Founders Monitor 2018 möchte aber noch mehr Frauen ermutigen, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. #starkefrauenstarkewirtschaft

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind folgende Punkte:

  • Der Anteil von Frauen in Start-ups hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht und liegt heute bei 14,6 %. In 28% der untersuchten Start-ups sind Frauen als Gründerinnen oder Mitgründerinnen vertreten. Dabei liegt die Größe der weiblichen Entrepreneur-Teams im Durchschnitt bei 1,3 Personen (bei männlichen Teams sind es 2,2 Personen)
  • Gründerinnen nehmen die Dinge selbst in die Hand: Sie gründen häufig allein und kommen ohne große externe Kapitalaufnahmen aus.
  • Gründerinnen wollen mit ihren Start-ups vor allem eins: schnell profitabel und damit von anderen unabhängig sein.

Ferner stellt der Report 10 interessante Thesen auf, die wir euch gerne vorstellen möchten.

  1. Frauen gründen häufiger alleine und zum ersten Mal.
  2. Gründerinnen haben häufiger einen Hintergrund in sozialen und kreativen Fächern, jedoch seltener in MINT-Fächern
  3. Gründerinnen priorisieren die Profitabilität, Gründer das Unternehmenswachstum
  4. Gründerinnen planen weniger häufig mit externen Kapitalaufnahmen und finanzieren sich seltener durch Business-Angels oder Venture Capital.
  5. Frauen gründen häufiger im Bereich E-Commerce oder Bildung, Männer häufiger im IT- oder Software-Bereich
  6. Gründerinnen bewerten die Innovativität ihres Start-ups zurückhaltender als Gründer.
  7. Gründerinnen schätzen den Einfluss der Digitalisierung auf ihr Geschäftsmodell geringer ein.
  8. Gründerinnen priorisieren Marketing-Kooperationen, Gründer streben F&E-Kooperationen an.
  9. Im Falle des Scheiterns würden Frauen im Vergleich zu Männern seltener ein weiteres Start-up gründen
  10. Gründerinnen setzen in ihrer Arbeit häufiger auf Koordination, Gründer auf Spezialisierung und in gemischten Teams zeigen sich teilweise positive Synergien.

Was denkt ihr zu den Thesen? Könnt ihr euch wiederfinden und habt ihr Tipps, die ihr mit uns teilen möchtet? Dann meldet euch hier mit einem Kommentar.

Übrigens: Auf Female Founders StartupSpot findet ihr eine Datenbank, in der alle deutschen Start-ups mit weiblichen Gründerinnen zu finden sind und wo man sich auch selber registrieren kann. Also, auf geht’s!

Die Venture Capital Lücke

Gründerinnen erhalten weniger Geld für Start-ups als Männer – gleiches gilt für Venture Capital.

Teams, die ausschließlich von Frauen geführt sind, erhielten in den USA allein im Jahre 2017 nur 1,9 Milliarden USD von insgesamt 85 Milliarden USD, die von Venture Capital Firmen investiert wurden. Das Fortune Magazin berichtet, dass laut Daten der VC-Datenbank PitchBook, einer M&A-, PE- und VC-Datenbank, dies nur 2,2 Prozent des gesamten Betrages ausmacht. Im Vergleich dazu erhielten rein männliche Teams 66,9 Milliarden USD, 79 Prozent des Gesamtvolumens.

Zwei Drittel bevorzugen “männlich” fundierte Business Model

Die Ursachen dafür sind vielseitig. Frauen sind auch bei Venture Capital Unternehmen unterrepräsentiert. Das kann auch dazu führen, dass Produkte, die für Frauen entwickelt werden nicht genügend wahrgenommen und auch nicht adäquat verstanden werden. Frauen werden oft nach Leistungen und Männer nach Potential bewertet. Darüber hinaus wurden in einem Experiment, das von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) durchgeführt wurde, identische Businessplan-Videos sowohl von männlichen als auch von weiblichen Stimmen vorgestellt: Die Befragten wählten die von Männern dargestellten Pläne zu 68 Prozent aus. Zudem könnte es sein, dass Frauen, wie auch in anderen Bereichen seltener nach VC Kapital und auch nach niedrigeren Beträgen fragen.

Die Start-Up-Szene braucht Vielschichtigkeit

Die Problematik ist vielschichtig und der wirtschaftliche Verlust ist sehr hoch. Laut Fortune Magazine sind von Frauen gegründete Unternehmen in der Regel sehr erfolgreich und Start-Ups mit Potenzial können übersehen werden. (Zu) wenig Funding schadet nicht nur Gründerinnen und Investoren, sondern der Gesellschaft insgesamt – die Vielfalt und Vielseitigkeit an Ideen und Produkten wird automatisch eingeschränkt. Die Start-Up-Szene braucht genau diese Vielschichtigkeit, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Frauen, die mit einem Bewusstsein für Vorurteile ausgestattet sind, bereiten sich besser auf ihre Finanzierungsziele vor. Und Investoren erreichen mit einem diversifizierten Portfolio andererseits auch ihre wirtschaftlichen Ziele erfolgreicher.

Frauenpower im Finanzsektor

Heute ist ein Feature über die Fintech Ladies, im Besonderen Sara Amini, im FinCompare Finanzmagazin erschienen. Sara ist Entrepreneur in Residence bei FinCompare und ist Teil des Berliner Teams der Fintech Ladies. Mehr lesen…

FinCompare Finanzmagazin: Frauenpower im Finanzsektor