Fintech Ladies Events bei der Fintech Week Hamburg 2018

Fintech Ladies Team

Fintech Stories

Am 15. Oktober hatten wir die Ehre, mit unserer Veranstaltung „Fintech Stories“ die Fintech Week in Hamburg zu eröffnen. Bei den Fintech Stories stellen sich Protagonistinnen der Fintech-Szene vor, die von ihrem Werdegang und ihrer Karriere erzählen. Den Abschluß bildet das Panel, dass die Erkenntnisse der Veranstaltung zusammenfasst.

Die Motivation für die Fintech Stories ist es, Vorbilder zu präsentieren und Raum zu schaffen für Diskussionen, für die es anderorts keinen Platz gibt. Beides – die Orientierung an Vorbildern und intensiven Austausch mit einer Peer-Gruppe – sehe ich als zentrale Elemente für eine erfolgreiche Karriere.

Panel der Fintech Stories
Panel der Fintech Stories

Die Sprecherinnen der Fintech Stories waren

Dr. Manuela Rabener von Scalable Capital (Interview mit Manuela)
Dagmara Kowatzky von Mastercard
Anke Daßler von KPMG (Interview mit Anke)
Lara Haemmerle von Vantik
Jessica Holzback von Penta (5 Fragen an Jessica)

Mit Anke und Dagmara als Vertreterinnen der „Corporte World“ und den drei Gründerinnen Manuela, Lara und Jessica war ein breiter Erfahrungsschatz vertreten. Besonders gefiel mir die Ehrlichkeit, mit der sowohl Sprecherinnen als auch Teilnehmerinnen von ihren Erfahrungen berichtet haben und dabei durchaus Kritik an sich selbt und der Fintech-Szene übten. Da wir bei den Fintech Stories und generell bei den Deep Dives der Chatham House Rule folgen, möchte ich keine individuellen Zitate wiedergeben.

Dennoch möchte ich einige Denkanstöße von unseren Sprecherinnen weitergeben :

Als Gründerin überlege dir gut, wie „groß“ dein Problem ist. Betrifft dein Geschäftsmodell große Teile der Gesellschaft, löst es ein generelles Problem, von dem viele Menschen betroffen sind, oder ist es eher ein Nischenthema? Viele Gründungen scheitern, weil die Gründer zu klein gedacht haben.

Wer nur montags trainiert, kann keinen Marathon laufen, oder auch: von nix kommt nix. Work-Life-Balance sei gut und schön, meinten unsere Sprecherinnen unisono, aber nur harte Arbeit führe letztendlich zum Erfolg. Gerade in den ersten Berufsjahren ist es unabdingbar, die Grundlagen des gewählten Handwerks zu verstehen und seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Gerade als Gründerin gehören die ersten Monate der Firma, und man muss persönlich zurück stecken.

Networking gehört zur Arbeit: Bei den anschließenden Networking-Veranstaltungen nach Konferenzen oder Firmenevents stehen oft nur die Männer am Thresen. Wo sind die Frauen? „Die arbeiten“, heißt es dann oft. Ja, aber – machen die Männer ja auch. Weil sie verstanden haben, dass Networking ein wichtiger Teil der Arbeit ist.

Fintech Ladies Dinner

Fintech Ladies Dinner in Hamburg 2018
Fintech Ladies Dinner in Hamburg 2018

In diesem Sinne ging es abends weiter mit dem Fintech Ladies Dinner. Bei unserem Dinner versammeln wir einmal im Jahr führende Frauen aus der Fintech Szene. Meine Impulse für das Dinner waren Folgende:

Wichtiges Ereignis für die Fintech Szene in Deutschland war ohne Zweifel der Abstieg der Commerzbank aus dem Dax und der Aufstieg von Wirecard. War die Bedeutung von Fintechs bislang Spekulationen unterworfen, so wurde die Entwicklung der Finanzszene wege von den Banken dadurch deutlich untermauert.

Die zweite Entwicklung, die ich spannend finde, ist der große Zuspruch von Communities für Frauen, die sich mit Geldanlage beschäftigen. Communities oder Initiativen wie Madame Monepenny, das Female Finance Forum, die Finanzheldinnen und viele weitere ziehen viel Aufmerksam auf sich. Diese Entwicklung war vorauszusehen: War es vor einigen Jahrzenten üblich, dass der Mann arbeitet und die Frau das Haus hütet, so ist es jetzt nicht unüblich, dass Frauen gleichviel oder sogar mehr verdienen. Historisch war die Geldanlage daher ein Männerthema. Gerade vor dem Hintergrund der wachsenden Sorgen um die Altersvorsorge ist es absolut notwendig, dass immer Frauen erkennen, dass sie Geldanlage selbst in die Hand nehmen müssen.

All diese Frauen werden sich verstärkt nach Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen umschauen. Um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, ist es unabdingbar, dass diese Produkte und Dienstleistungen auch von Frauen gestaltet werden. Und eben darum geht es bei den Fintech Ladies: Die Frauen zu versammeln, die die Finanzszene in Deutschland mitgestalten und die die Finanzprodukte von morgen miterfinden.

Fintech Ladies Team
Fintech Ladies Team 2018
oben: Alexandra Weck, Christine Kiefer, Daniela Reimann
unten: Sara Amini, Melina Mascolo, Anna Friedrich

 

 

Fintech Ladies go Banking Club

Am 19.06. war unsere Berliner Fintech Lady Sara Amini beim Digital Transformation (#ditra18) des Banking Clubs dabei. Die Fintech Sessions nutze  Sara dazu, um unter dem Leitthema „Warum Banken und Fintechs die #Digitalisierung weiblicher denken müssen“ die Vision und Mission der Fintech Ladies zu präsentieren.

Dabei rief sie nicht nur dazu auf, Vorurteile abzubauen („Sprachen, Soziales, und irgendwas mit Mode sind eher was für Mädchen“; „Mädchen sind von Natur aus nicht so gut in Mathe“), sondern deckte auch die erschreckend niedrige Teilnahme von Frauen im Fintech auf.

Nur 8% der Vorstände in Fintechs weltweit sind von Frauen besetzt, davon sitzen in der EU nur 5% Frauen in der Managementetage von Fintechs.

Deutschland spielt dabei leider keine Vorbildrolle:  Nur 4% der Vorstände in den deutschen Fintechs sind von Frauen besetzt.

Die Antwort auf die Frage, warum die Finanzbranche die Digitalisierung weiblicher denken muss, beantwortete Sara mit dem Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung von Frauen. Mittlerweile werden ein Drittel aller privaten Vermögen ($200Mrd) weltweit von Frauen kontrolliert und es wird ein jährliches Wachstum von 8% vermerkt. Und in über 40% aller Haushalte bringen Frauen das Haupteinkommen heim.

In anderen Worten heißt das: Frauen werden reicher und somit auch zunehmend interessantes Klientel für Banken und Finanzdienstleistungen. Somit entsteht auch eine diversifizierte Nachfrage an Kundenbedürfnissen, die abgedeckt werden müssen. Die Fintech Branche braucht deshalb auch Diversität in den Teams, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Sara Amini ©Foto by Banking Club

Um die anstehende Herausforderung anzugehen, hat Sara zwei klare Call-to-actions parat:

  • Das Chicken & Egg – Problem lösen: Die Fintech Branche als attraktiven Karriereweg für mehr Frauen aufzeigen, und bereits erfolgreichen Frauen eine Stimme/Bühne geben.
  • User-zentrierte Produkte im Fintech müssen von Frauen mitentwickelt werden, um auch einen Wissensvorsprung gemäß der weiblichen Nachfrage zu generieren.

 

Frauenpower im Finanzsektor

Heute ist ein Feature über die Fintech Ladies, im Besonderen Sara Amini, im FinCompare Finanzmagazin erschienen. Sara ist Entrepreneur in Residence bei FinCompare und ist Teil des Berliner Teams der Fintech Ladies. Mehr lesen…

FinCompare Finanzmagazin: Frauenpower im Finanzsektor

 

Fintech Stories und Fintech Ladies Dinner 2017

Nach langen Vorbereitungen fanden heute erstmalig die Fintech Stories statt, ein neues Format, was wir uns für die Fintech Week Hamburg überlegt hatten.

Heute haben vier Protagonistinnen aus der Fintech Szene von ihrem Werdegang und ihrem Arbeitsalltag berichtet:

Anna Friedrich von Collect.AI
Stella Regna von Figo
Ekaterina Sirotyuk von Credit Suisse
Julia Fässer von Mastercard

Protagonistinnen der Fintech Stories 2017
Protagonistinnen der Fintech Stories 2017

Dank der schönen Wohnzimmeratmosphäre im Betahaus in Hamburg ergab sich bald eine spannende Diskussion mit dem Publikum. Das Schlusspanel moderierte Carolin Neumann, die Gründerin des Finletters und der Fintech Week Hamburg.

Abends ging es weiter mit dem Fintech Ladies Dinner. 25 Frauen aus Deutschland und der Schweiz versammelten sich in exklusiver Runde. Dabei waren von dem Fintech-in-Gründung bis zu großen Banken wie der Comdirect und der Sparkasse die unterschiedlichsten Unternehmen vertreten.

Begleitet hat uns heute Simon Heydorn, der den Tag in einem tollen Video verewigt hat: